Der Kurtl, der Hund und die Bienen

Politik | Porträt: Florian Klenk | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Der SPÖ-Abgeordnete Kurt Gartlehner soll Geld von Peter Hochegger erhalten haben. Der Fall ist harmlos, aber lehrreich

In meinem Klub bin ich das Arschloch“, sagt Kurt Gartlehner und blickt verzweifelt aus dem Fenster seines Klubbüros hinaus aufs Hohe Haus. Seit 22 Jahren arbeitet er hier als Abgeordneter, es hätte ein ehrenvolles letztes Jahr als Berufspolitiker werden können. Vom Montagearbeiter hat er sich zum Technologiesprecher der SPÖ hochgearbeitet. Er ist respektiert im Nationalrat, auch bei den korruptionssensiblen Grünen.

Nun will ihn die Justiz wegen Geldwäscherei und Untreue ausgeliefert wissen. Der SPÖ-Klub hat Gartlehners Arbeit vorerst "ruhend gestellt“. Die Jusos fordern ihn zum Rücktritt auf. Denn er sei, so berichten Journalisten, auf der "Payroll“ des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger gestanden. Auf Hocheggers "Payroll“ stehen, das ist eine Formulierung, die Medienleute gerne verwenden. Sie erspart die Recherche, ob ein Geschäftspartner Hocheggers wirklich


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