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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Öffentlichkeit, was ist das?

Was soll das eigentlich sein, Öffentlichkeit? Nur wenige Wörter werden so oft verwendet, obwohl ihre konkrete Bedeutung vielfach im Unklaren liegt. Wer ein anregendes Büchlein über Sinn und Wert des Begriffs lesen will, soll zu "Personen und Reden“ von Alexander Kluge greifen. Das Werk gliedert sich in zehn Reden des Filmemachers und Schriftstellers; eine Einteilung, die den eigentlich schweren Stoff sehr verdaulich macht.

Den roten Faden durch die Beiträge, die jeweils einer Persönlichkeit wie Adorno, Augstein, Habermas oder Schiller gewidmet sind, bildet das Reden über Öffentlichkeit. Vielleicht gar nicht ganz bewusst, kehrt Kluge immer wieder zu ihr zurück. "Die Faustregel heißt“, schreibt er, "mein eigenes Selbstbewusstsein hängt davon ab, dass ich mich in meinen wesentlichen Belangen in einer einheitlichen Öffentlichkeit äußern kann und wiederfinde.“ Allein für diese Faustregel hätte sich die Lektüre gelohnt, das Buch ist aber voll

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