"Du Türke, schreib über Türken!“

Medien | Bericht: Toumaj Khakpour, Fabian Kretschmer | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Junge Migranten werden in den österreichischen Redaktionen gerne ins Ausländereck gestellt

Während die österreichische Gesellschaft kulturell vielfältig ist, ist die Medienbranche bislang weitgehend migrantenfrei geblieben. Rund 18 Prozent der Bevölkerung weisen einen Migrationshintergrund auf - in den Redaktionen sind es laut einer unveröffentlichten Studie der Uni Wien nur 0,49 Prozent.

"Es gibt eine junge Generation von Menschen, die hier lebt, aber in den Medien nicht repräsentiert wird“, fasst Simon Inou die Problematik zusammen. Inou ist Geschäftsführer von M-Media, einem Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit. Die Einbindung einer neuen Journalistengeneration sei überfällig, betont der 39-Jährige: "Wir sehen das Land anders als der Bio-Österreicher.“

Diesen Eindruck teilt auch Journalist Yilmaz Gülüm. Seine türkisch-arabischen Wurzeln empfindet er als Bereicherung, darauf beschränkt werden möchte er jedoch nicht: "Ziel kann es nicht sein, zu sagen:


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