Zwischen Manierismus und Maximalismus

Feuilleton | Lektüre: Christoph Bartmann | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Mit "Only Revolutions“ hat Mark Z. Danielewski dem analogen Medium Buch einen neuen Dreh verpasst

Mit diesem Buch kann man eine Menge anfangen. Man kann es von zwei Seiten her öffnen und von hinten nach vorne oder von vorne nach hinten lesen, was auf dasselbe hinausläuft, man kann es auf den Kopf stellen und den gegenläufigen Text lesen, man kann sich in die links durchlaufende Geschichtskolumne vertiefen, die alle möglichen Ereignisse von 1863 bis heute auflistet. Und wem das noch nicht genügt, der kann Mark Z. Danielewskis Roman "Only Revolutions“ mit seinen vielfarbigen und vieldeutigen Buchstabenspielen einfach auch als zweidimensionales Buchkunstwerk genießen. Nach alledem stellt sich nur noch die Frage, ob man "Only Revolutions“ auch lesen kann.

Auf Youtube kann man den Autor sehen, wie er bäuchlings auf einem riesengroßen gelben Stück Papier liegt und seinen Roman montiert - ein veritables Stück Handarbeit, von dem der Autor stolz sagt, dieses Buch könne es online


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