Wie der Gestiefelte Kater & Co zu den Brüdern Grimm kamen

Feuilleton | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Kennen Sie Dorothea Viehmann, Johann Friedrich Krause, die Geschwister Haxthausen oder Gretchen und Dortchen Wild? Selbst wenn Ihnen die Namen nichts sagen, so ist es doch sehr wahrscheinlich, dass Sie von diesen buchstäblich "schon etwas gehört“ haben. Alle Genannten haben - neben vielen anderen - zu einem der größten Bestseller der deutschen Literaturgeschichte beigetragen: den "Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Denn entgegen einer weitverbreiteten Vorstellung haben diese ihren Stoff keineswegs in den Spinnstuben und Köhlerhütten eingesammelt und die Märchen auch nicht irgendwelchen anonymen Gestalten aus dem Volke abgelauscht. Sie haben sie kompiliert, redigiert, zensiert und eine gewisse Laxheit in Sachen editorischer Wahrhaftigkeit walten lassen.

In ihrer dezidierten Ambition, den "urdeutschen Mythus“ freizulegen, haben die Grimms behauptet, es handle sich ausschließlich um "ächt hessische“ Geschichten - und das, obwohl sich diese bereits in den "Contes de

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