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Feuilleton | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Kurz besprochen: Krimis aus heimischem Anbau

Finale

Andreas Pittler: Zores. Echomedia, 256 S., € 10,20

Andreas Pittler hat sich in den vergangenen Jahren historischen Wien-Krimis verschrieben. Mit Erfolg, so ist er aktuell mit "Tinnef“ für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Und mit Fleiß, legt er soeben doch schon den fünften und finalen Band seiner Bronstein-Reihe vor. "Zores“ spielt im Jahr 1938. Österreich wird von einer "pervers-impotenten Parteiendiktatur“ geprägt, der "Anschluss“ steht unmittelbar bevor. Nur wenige Stunden vor der Volksabstimmung wird der fanatische Nazi Suchy ermordet. Oberst Bronstein, selbst Jude, beginnt zu ermitteln.

Pittler beweist Beständigkeit, Sprachgefühl und überzeugt mit der gekonnten Verknüpfung von historischen Fakten und Fiktion; das Tempo und der Wiener Dialekt sind gut dosiert, darunter Wörter wie "vermaledeit“ oder "ujegerl“, denen man ja nicht mehr oft begegnet und die für das spezifische Lokalkolorit sorgen. Das historische


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