Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (57)

Stadtleben | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

Herr Z. möchte wissen, wieso man - auch im ärgsten Stoßverkehr - Kinderwägen mit den Öffis transportieren darf, Fahrräder aber nicht.

Klar mag es einem zahlenden Nutzer der Wiener Linien unfair erscheinen, wenn Eltern ihre Kinderwägen in platzvolle Waggons pressen, während man als Fahrradfahrer darauf warten muss, dass die Uhr zwischen 9 und 15 Uhr oder nach 18.30 schlägt - und selbst dann oftmals mit Gewaltandrohung leben muss. Genau genommen dürfte man sowieso nur mit einem Klapprad einsteigen; also in Bus und Bim. Fiese Sache das. Besonders wenn es regnet, schneit oder einen ein anderer blöder Zufall erwischt hat. Aber, Herr Z.: Radfahrer könnten ja notfalls auch ihr Gefährt anketten und auf Fuß- und Öffibenutzung umsatteln. Nur versuchen Sie das einmal mit einem Baby: Musst leider dableiben, denn dein Wagen passt nicht mehr in den Waggon? Geht wohl nicht.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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