Neu im Kino

Nach dem Zusammenbruch "Die Tribute von Panem“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 12/12 vom 21.03.2012

So wie seine Heldin darf dieser Film nichts falsch machen. Denn jede Abweichung, jeder kleinste Fehltritt hätte fatale Folgen für die Akzeptanz bei der jugendlichen Fangemeinde. Also macht die auf der Bestsellertrilogie "The Hunger Games“ von Suzanne Collins basierende Verfilmung "Die Tribute von Panem“ das einzig Richtige: den marktstrategisch vorgegebenen Weg tunlichst nicht verlassen. Nur wenige Minuten genügen, um Figuren und Szenario zu etablieren: Nach dem Zusammenbruch der Vereinigten Staaten herrscht ein dekadentes Regime über zwölf Distrikte, die der Hauptstadt nicht nur ihre Ressourcen zur Verfügung stellen müssen, sondern jedes Jahr auch zwei Jugendliche als Tribute, die einander in den Wäldern bis zum Tod bekämpfen. Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson sind abkommandiert, um als mögliches Liebespaar die unterhaltungswütigen Städter zu vergnügen, was von Regisseur Gary Ross ("Pleasantville“) wohl als immanente Medien- und Zivilisationskritik betrachtet wird. Die einzigen Abstecher vom totalen Mainstream erlaubt sich Eastwood-Kameramann Tom Stern, der im grünen Dickicht manch verschlungene Fahrt unternimmt.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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