Acht Fäuste für das      Kuschelmonster


Kommentar: Klaus Nüchtern
Falter & Meinung | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Die Autoren der Streitschrift "Der Kulturinfarkt“ haben von Kultur wenig Ahnung und für diese wenig über

In dem Buch "Der Kulturinfakt“1, das durch einen Vorabdruck im Spiegel für viel Aufmerksamkeit und ein bisschen Aufregung sorgte, gibt es eine bedenkenswerte Beobachtung. Sie findet sich auf Seite 190 und besagt, dass "die Fortsetzung der Kulturpolitik mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ ihre Legitimation aus ihrer nachhaltigen Erfolglosigkeit beziehe. Eben weil die Herzen und Hirne aller Bürger nicht hinreichend mit serieller Musik, Konzeptkunst und postdramatischem Theater geflutet seien, müsse man weiterhin fördern, dass die Etats krachen.

Die Forderung "Kultur für alle“, die der auch im "Kulturinfarkt“ gerne als abschreckendes Beispiel zitierte Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann seinerzeit erhob, ist in etwa so überzeugend erfüllt worden wie die nach der Öffnung der Universitäten für die sogenannten "bildungsfernen Schichten“. Darauf kann man

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