"Eine Schande!“

Politik | Gespräch: Ingrid Brodnig, Florian Klenk | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl über Folter im Dienst und die fehlenden Konsequenzen

Als der Falter vergangene Woche berichtete, mit welchen Argumenten pädophile und folternde Polizisten von der Disziplinaroberkommission des Bundeskanzleramts zurück in den Dienst geschickt wurden, forderten nicht nur Amnesty International ("Zum Speiben“), Grüne und das BZÖ Reformen, sondern auch die zuständige SPÖ-Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (siehe Bericht Seite 13). Was aber sagt der für die Beamten zuständige Polizeipräsident Gerhard Pürstl zu dem Fall?

Falter: Herr Polizeipräsident, vier Beamte foltern einen Afrikaner, bis sein Schädelknochen knackt. Die Polizisten versehen Dienst oder wurden in Pension geschickt. Wie kann das sein?

Gerhard Pürstl: Für mich ist die Sache klar: Polizisten, die sich mit den rechtlichen Werten unserer Gesellschaft nicht zurechtfinden, haben bei uns nichts verloren. Polizisten, die foltern, prügeln, schlagen, möchte ich im Polizeiapparat


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