Ein Folterpolizist als Schülertrainer

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Er folterte und genießt dafür mit 43 Jahren die Frühpension. Nun arbeitet Inspektor S. als Kampftrainer an Schulen

Das Angebot des "Vereins zur Förderung des Gewaltabbaus innerhalb der Gesellschaft“ klingt vielversprechend: "Deeskalationsschulungen, Gewaltprävention, Sicherheit an Schulen“.

Einer der Trainer des Vereins ist der 43-jährige Christian S. Auf der Website zeigt er sich im schwarzen Kampfgewand, in seinem Lebenslauf steht: "Langjährige berufliche Erfahrung beim Polizei-Einsatzkommando mit Ausbildungen in den Bereichen Zugriffe, staatlicher Personenschutz, Anwendung von einsatzbezogener Körperkraft.“

Einen kleinen Punkt in seiner Vita verschweigt Christian S. allerdings: Vor sechs Jahren folterte er den Afrikaner Bakary J. im Dienst brutal und brach ihm dabei den Schädelknochen. Drei andere Polizisten halfen ihm dabei.

Kontrollinspektor S. und sein Team wurden damals zu milden acht Monaten bedingter Haft verurteilt, aber nicht entlassen. Aufgrund eines "Burnouts“


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