Eine Hand füttert die andere

Politik | Zwischenbilanz: Florian Klenk | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Der Korruptions-Untersuchungsausschuss leistet erstaunlich gute Arbeit. Wie lange noch?

Alfons Mensdorff-Pouilly lächelt und scherzt, er erzählt über "Gatterjagden“ und zur Strecke gebrachtes Niederwild, über seine Kontakte nach Osteuropa, seinen Diplomatenpass und seine arme Ehefrau, die Ex-ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat.

Er unterhält den Nationalrat, als ob er am Kaminfeuer seines schottischen Jagdschlosses mit dem Kabinett des Innenministeriums und dem Chef der Industriellenvereinigung zu tief ins Whiskyglas geblickt hätte. Nur auf entscheidende Fragen der Abgeordneten ("wo war die Leistung“) antwortet er nicht. Wofür haben ihm Waffenfirmen, Telekom oder die OMV Millionen gezahlt? Der Graf sagt 42mal "Herr Abgeordneter, da entschlage ich mich“ und presst die Augen zusammen, als blendete ihn die Sonne.

Ähnlich Ex-ÖVP-Innenminister Ernst Strasser, den die Justiz bald anklagen könnte. Er sei ein gefragter Berater, gibt er zu Protokoll, er habe etwa den bulgarischen Innenminister


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