Als Thilo Sarrazin das DDR-Volksvermögen abwickelte

Politik | Rezension: Dieter Segert | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Die Privatisierung ostdeutscher Industriebetriebe verwandelte ein Vermögen in einen Schuldenberg. Ein Krimi zulasten der Steuerzahler

Was hat das normannische "Domesday Book“ aus dem England des elften Jahrhunderts mit der Privatisierung in Ostdeutschland nach 1990 zu tun? Was der Korruptionsskandal im französischen Konzern Elf Aquitaine mit der Treuhand? Und welche Rolle spielt der österreichische Unternehmer Martin Schlaff im "deutschen Goldrausch“?

Im Herbst 2009 wurde in Deutschland gefeiert, dass 20 Jahre zuvor mit dem Rücktritt des Politbüros die endgültige Erosion der DDR begonnen hatte. Dieses Jubiläum wurde vom publizistischen Mainstream kurzer Hand zur Feier der deutschen "Wiedervereinigung“ umfunktioniert. Die Feiern 2010, bei denen der 20. Jahrestag des endgültigen Endes der DDR gefeiert wurde, waren so etwas wie ein Aufguss des Jubiläums ein Jahr zuvor.

Allerdings fehlte 2009 wie 2010 ein zentrales Thema, das die dunkle Seite der deutschen Einheit darstellt: die


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