Ein Rotschopf gegen die Roten

Medien | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Niemand trommelt in Österreich so schrill für den Kapitalismus wie der Publizist Christian Ortner. Die Wirtschaftskrise dient ihm nur als Ansporn

Als zur Anfangszeit der schwarz-blauen Regierung ein linker Demonstrationszug die Straße vor der Format-Redaktion passierte, sagte der Politikchef des Magazins zum Chefredakteur: "Schau, jetzt kommen sie dich holen.“ Der Name des Chefredakteurs lautete Christian Ortner. Er gehörte damals zu den wenigen Leitartiklern im Land, die die Regierungsbeteiligung von Jörg Haiders FPÖ verteidigten. Wenn er heute an die Stimmung von damals denkt, sagt er: "Die Linken und die Meinungsfreiheit, das war schon immer ein problematisches Verhältnis.“

Mittlerweile ist Ortner nicht mehr Format-Chef, aber seine Vorliebe für umstrittene Positionen hat er sich bewahrt. Er vertritt seine Meinung nun in Kolumnen in der Presse und der Wiener Zeitung und seit zwei Jahren auf seinem Blog "Das Zentralorgan des Neoliberalismus“. Auf der Seite tummeln sich neben


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