Technik  

So protzig wie das Auto: das Porsche-Handy

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Die Firma Porsche stellt bekanntlich nicht nur Sportwagen her, sondern auch viele andere Produkte, die eigentlich kein Schwein braucht. Der Ableger Porsche Design produziert edle Brillen, Uhren, Schuhe - und jetzt auch Super-Luxus-Smartphones. Das Porsche Design P’9981 ist ein Schnäppchen für knapp 1500 Euro. Eine Smartphone-Entwicklung hätten die Porsche-Ingenieure natürlich nicht allein zusammenbekommen, also kooperierte das Unternehmen mit dem Blackberry-Hersteller RIM - und das harmoniert natürlich wunderbar. Leicht protzige Business-Smartphones wie das Blackberry Bold passen perfekt zum Porsche-Fahrer, der sein Geld sicher irgendwo in der Finanzindustrie verdient. Soweit die Vorurteile.

Interessanter ist die Frage, was bei einer solchen Kooperation herauskommt. Zunächst muss man anerkennen: Das Porsche-Phone in champagnerfarbener Metalloptik sieht schon irgendwie gut aus. Wie das Vorbild, der Bold 9900, hat es nicht nur einen Touchscreen, sondern auch eine mechanische Tastatur.

Für den global operierenden Business-Menschen gibt es ein ganzes Sortiment an Netzsteckern für die verschiedensten Länder und verschiedene Business-Apps, etwa für die Flug- und Hotelbuchung. Vorinstalliert ist auch der Augmented-Reality-Browser Wikitude, der Informationen zu realen Objekten in der Umgebung liefert. Zum Lieferumfang gehört zudem eine edle Docking- und Ladestation. Man muss fairerweise zugeben, dass das P’9981 kein schlechtes Smartphone ist. Aber ein Porsche ist eben auch kein schlechtes Auto. Brauchen tut man weder das eine noch das andere, aber man kann es haben wollen.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige