"Karaoke ist die Kunst unserer Zeit“

Feuilleton | Interview: Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

In ihren jüngsten Essays erklärt Dubravka Ugrešiæ, wie wir uns im Internet ein Grabmal zu Lebzeiten errichten

Die gebürtige Kroatin Dubravka Ugrešiæ gehört seit Erscheinen ihres Buches "Kultur der Lüge“ (dt. 1995), in dem sie sich mit dem Zerfall und der Zerstörung Jugoslawiens und der Faschisierung seiner Nachfolgestaaten befasste, zu den wichtigsten kritischen Stimmen Europas. Seit der Vertreibung aus ihrer Heimat und den Erfahrungen des Exils widmet sie sich auch den Folgen von Globalisierung und neuen Medien. Mit ihrem neuen Essayband "Karaokekultur“ liefert Ugrešiæ eine Kritik des Internets, war allerdings trotz ihrer offenkundigen Vorbehalte gegenüber der Netzkultur sofort bereit, das Interview per E-Mail zu führen.

Falter: Schon in Ihrem 2002 auf Deutsch erschienenen Essayband "Lesen verboten“ meinten Sie: "Alle schreiben und niemand liest mehr. Alle reden und niemand hört mehr zu.“ Was hat sich seitdem getan?

Dubravka UgreŠiÆ: Die 500 Jahre alte Gutenberg-Ära


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