Filmen als Vorwand für geselliges Beisammensein

Feuilleton | Nachruf: Michael Omasta | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Mit seinen kurzen Filmporträts schuf Wilhelm Gaube eine einzigartige Dokumentation moderner Kunst in Österreich

Anlässlich der "Kinetika“, einer Ausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts, für das er seinerzeit als Bibliothekar arbeitete, hat sich Wilhelm Gaube anno 1967 seine erste Kamera gekauft. Seit damals hat er Filme gemacht, vor allem über Kunst. Anfang der 1990er-Jahre, als ein kleiner Ausschnitt seines Werks erstmals öffentlich gezeigt wurde, belief sich die Zahl seiner Künstlerporträts bereits auf mehr als 150.

Gaube, für seine Freunde stets nur "der Willi“, wurde 1925 im niederösterreichischen Oed geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs studierte er technische Physik und Atomphysik in Wien. 1962, mit der Eröffnung des 20er Hauses, fing er für das Museum moderner Kunst zu arbeiten an - dessen stellvertretender Direktor er 1970 für zehn Jahre wurde.

In dieser Funktion organisierte Gaube gut 100 Ausstellungen und stattete das Museum mit einer 16-mm-Filmausrüstung


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