7  Sachen die Sie über den ALPENGARTEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Wo in den Alpen ist dieser Garten?

Im zentralen Belvederemassiv.

Nie gehört. Wo ist das denn?

Okay, das war einer von der sehr billigen Sorte. Im Ernst: Der Alpengarten befindet sich im Oberen Belvederegarten. Genauer: im Schloss Belvedere, Wien-Landstraße. Er ist der älteste Alpengarten Europas.

Heißt das, es gibt mehrere davon?

Schlau kombiniert! Im 19. Jahrhundert waren Steingärten, auch Alpinien genannt, groß in Mode: Man schichtete Felsen und Steine auf, um das Hochgebirge zu imitieren, und bepflanzte sie mit Alpenflora.

Was gibt es da zu sehen, im Belvedere?

Mehr als 4000 Pflanzenarten aus Alpingebieten der ganzen Welt kann man dort zwischen 23. März und 5. August besichtigen.

Und wie kamen die Pflanzen nach Wien?

Einige hat Erzherzog Johann, der Bruder des österreichischen Kaisers Franz I., zusammen mit seinen Brüdern Anfang des 19. Jahrhunderts in den österreichischen Bergen gesammelt. Der Rest stammt aus der berühmten Flora Austriaca, einer Sammlung aller Pflanzen aus den österreichischen Kronländern. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts legte man die Sammlungen dann schließlich zusammen.

Aber was ist an ein paar Alpenblumen denn schon so besonders?

Sie sind nicht nur schön und sehr selten, viele der Pflanzen sind gar vom Aussterben bedroht.

Wie, sogar Pflanzen sterben aus?

Sowieso. Die heimischen Bundesgärten beteiligen sich deshalb an einem Samentauschprogramm gemeinsam mit mehr als 400 anderen botanischen Gärten weltweit.


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