Auf dem Holzweg

Stadtleben | Bauvisite: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

In Kagran entsteht gerade Österreichs höchstes Wohnhaus in Holzbauweise

Üblicherweise stinkt es auf Baustellen. Feuchte Kälte zieht aus Rohbauten, es ist laut und staubig. Die Baustelle am Ende der Wagramer Straße, gleich beim Friedhof Kagran, ist anders - was sicher auch ein bisschen daran liegt, dass die Frühlingssonne an diesem Vormittag zeigt, was sie draufhat. Aber vor allem daran, dass hier im Wiener Nordosten gerade Österreichs höchster Wohnbau in Holzbauweise entsteht.

Zu hören ist ab und zu das Heulen einer Kreissäge. Ansonsten hämmern die Bauarbeiter auf sechs Stockwerken. Vor allem aber schrauben sie, denn der Akkuschrauber, der seine Schraubenmunition wie ein Maschinengewehr aus einem Magazin bezieht, scheint gerade das wichtigste Werkzeug zu sein auf dieser besonderen Baustelle. 70 Schrauben pro Quadratmeter, sagt der leitende Architekt. Und, nein, nicht der komplette Bau ist aus Holz.

Tatsächlich sind Unter- und Erdgeschoß sowie Liftschächte und Stiegenhäuser für


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