Was fährt denn da?  

Zwickts mi, i man i Tram

Mobilitätskolumne

Stadtleben | Rundreise: Ruth Eisenreich | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Das ist das Hotel Imperial, wo alle Gstopftn, VIPs sagen s’ zu denen, absteigen“, erklärt Karl Merkatz. Während deutsche, englische, italienische, spanische, französische, japanische und russische Touristen in der Vienna Ring Tram Walzermusik und schlichte Erklärungen zu den Gebäuden am Ring zu hören bekommen, werden des Wienerischen mächtige Fahrgäste mit Mundl und Wolfgang Ambros’ "Zwickts mi“ beglückt. "I hob a vü aundare Musik auf Weanerisch“, sagt ein kleines blondes Mädchen zu seiner Mutter.

Seit genau drei Jahren, seit dem 4. April 2009, kutschiert die gelbe Bim Wienbesucher im Halbstundentakt an Oper, Parlament und Burgtheater vorbei. Kurz zuvor hatten die Wiener Linien ihren Streckenplan geändert.

Jahrzehntelang waren die Linien 1 und 2 in entgegengesetzten Richtungen Ringrunden gefahren. Seit Herbst 2008 fährt der 1er vom Prater zum Stefan-Fadinger-Platz, der 2er von der Erdbrustgasse zum Friedrich-Engels-Platz. Die Zeitungen schrieben damals übrigens, dass


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