Wien, wo es isst  

Gaudenzdorf: kein Land, wo Milch und Honig fließen

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Geografen dürfen an dieser Stelle empört sein, denn das im Folgenden beschriebene Grätzel entspricht nicht den tatsächlichen Grenzen des ehemaligen Dorfs zu beiden Seiten des Wienflusses. Man verzeihe. Generell ist das Quadrat zwischen Längenfeldgasse, Flurschütz- und Arndtstraße sowie Gaudenzdorfer Gürtel kein Land, wo Milch und Honig fließen, im Gegenteil, der Niedergang hat hier ein Gesicht. Es gibt ein paar Supermärkte, die zahlreichen Beisln und Cafés, an jeder Straßenecke mindestens zwei, sind von Admiral Sportwetten zu 100 Prozent erschlossen und determiniert.

Die drei von der Backstelle

Was aber blieb? Die Bäckerei Ücler, zum Beispiel. Also die blieb nicht nur, die kam 1994 sogar hierher, betrieben von drei ehemaligen Mitarbeitern der ersten türkischen Bäckerei Wiens, Hisar am Mexikoplatz.

Das Sortiment ist zwischen österreichischem und türkischem Backwerk breit gefächert, das Süße ist sehr süß und sehr bunt. Oder die Konditorei Neugebauer, ein 1980er-Jahre-Konditoreien-Feuchttraum


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