Gib mir Tiernamen!


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Lassen sich persische und Wiener Küche in einem Lokal kombinieren? Ja

Besprechungen von Lokalen mit der Adresse Stuckgasse 6 beginnen hier normalerweise mit der Bemerkung, dass es in den vergangenen 20 Jahren da schon an die 30 verschiedene Beisln versucht haben (Namen d. Red. bek.) und dass aber nichts von alledem nur annähernd so lässig war wie das Jumbo von Yu Wing San, der hier 1996 die vielleicht beste Kanton-Küche feilbot, die man in Wien je gegessen haben wird.

So, damit ist dieser Tradition Genüge getan und man kann zur Geschichte von Seyed Alireza Starkl schreiten, die ja auch nicht unspektakulär ist: Vor 30 Jahren kam er nach Österreich, maturierte hier und studierte Medizin, verdiente sich nebenher Geld als Barkeeper und entschied sich sehr zum Schrecken seiner Eltern dann überhaupt für die gastronomische Laufbahn, etwa auf der Summerstage oder in der Bar des Le Meridien.

Und weil er persische und Wiener Küche ohnehin immer mischte, Kalbsgulasch mit Reis statt Nockerln

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