Kappar, Seiril und Sararill: die wunderbare Geisterwelt des August Walla im Museum Gugging


Matthias Dusini
Lexikon | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Das Museum Gugging widmet dem österreichischen Künstler Alois Walla (1936-2001) eine Werkschau. Walla war das bedeutendste Mitglied der von Leo Navratil 1981 gegründeten Kunsttherapiegruppe am Landeskrankenhaus für Psychiatrie. Ab 1983 lebte er ständig im Haus der Künstler in Maria Gugging.

Dort schuf Walla sein eigenes Reich: Er bemalte die Wände seines Zimmers sowie die Nordseite des Hauses, veränderte Möbelstücke und hinterließ seine Spuren auch an Wegen, Bäumen, Straßen, Parkbänken und anderen Gegenständen. Walla fertigte tausende Zeichnungen und Gemälde und gestaltete aus Dingen des täglichen Lebens, aus Dosenblech, Holz oder Kunststoff seine Kunstobjekte.

Die Werkschau "august walla.! weltallende“ führt in Wallas Geisterkosmos "Weltallendeland“, das Totenreich, Paradies, Fegefeuer oder das große Nichts sein kann. Die dort lebenden Götter heißen Kappar (der Gespenstergott), Seiril, Sararill oder auch Satttus und sind den von den Menschen verehrten Göttern verwandt.

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