Kritiken

Klimttorte II: Fastenzeit in der Albertina

Lexikon | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Ungewohnt fettarm geht die Albertina die Klimt-Feier an. Die grafische Sammlung packte ihre umfangreiche Sammlung von Zeichnungen aus und hängte sie an in dezentem Grauton gehaltene Wände. Man lernt den jungen Künstler als brillanten Techniker kennen, der Figuren fotografisch scharf wiedergibt. Klimt griff auch zur Kreide, um Studien für seine Wandgemälde zu zeichnen. Um 1904 wechselt er von der Kreide zu Japanpapier und Bleistift. Zu sehen sind erotische Darstellungen, auch die Studien von Schwangeren für Gemälde. Die Hand wird zunehmend lockerer, fängt Körper in wenigen Strichen ein. Die Ausstellung ist chronologisch in verschiedene Werkphasen - vom Historismus bis zu den "späten Jahren“ von 1910 bis 1919 - gegliedert. MD

Albertina, bis 10.6.


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