Kritiken

Klimttorte III: Schlagobers im Leopold Museum

Lexikon | aus FALTER 13/12 vom 28.03.2012

Der Ausstellungsparcours im Leopold Museum hat ein Leitmotiv, hunderte von Postkarten, die Gustav Klimt an Freunde, Geliebte und Sammler schrieb. Zwar notiert er darin überwiegend Belanglosigkeiten ("Heute Sonne“). Die eine oder andere das Werk betreffende Äußerung des kommentarunfreudigen Künstlers taucht aber auf. "Das Schöne aber sind die Plastiken dieser Congoneger!“, schreibt er auf einer Postkarte aus Brüssel. Um auf das verschollene Gemälde "Kopf eines Negers“ zu verweisen, hängten die Kuratoren einen leeren Rahmen an die Wand. In dieser überaus kulinarischen Ausstellung gibt es neben den zahlreichen Meisterwerken aus der eigenen Sammlung auch illusionistische Schmankerln wie eine Rekonstruktion des Klimt-Ateliers in der Josefstädter Straße zu sehen. Es ist die Schwarzwälderkirschtorte in der Klimt-Konditorei. MD

Leopold Museum, bis 27.8.


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