Lichtertanz auf der Retina


Matthias Dusini
Lexikon | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Beim Festival sound:frame spielt der Visualist die Hauptrolle, diesmal sogar im Museum

Wenn der Bass wummert, tanzen die Bilder. Das Festival sound:frame stellt das Zusammenspiel zwischen Hören und Sehen dar, das in den Tanzclubs eine Einheit bildet. Während der DJ versucht, mit den Musikstücken einen Spannungsbogen zu schaffen, der die Tanzenden bannt, sitzt der VJ an einem Computer, der animierte Bilder kreiert. Zu den hüpfenden Lichtern der Scheinwerfer und dem zerhackten, gleißend hellen Licht des Stroboskops prasseln auf den Besucher auch filmische Bilder ein.

Während die Musik im Autoradio und dem MP3-Player fortlebt, dringen die von VJs produzierten Filmanimationen in der Regel nicht aus dem Clubkontext hinaus, ein Versäumnis, dem die Macher von sound-frame abhelfen wollen.

Das Festival für audivisuelle Medienkunst findet heuer zum vierten Mal statt und umfasst Ausstellungen, Live-Events, Workshops, Screenings und Vorträge. Im Mittelpunkt steht dabei das Museum für angewandte

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