Hören, was das Volk glaubt

Lexikon | Maria Motter | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Beim Musikfestival Psalm 2012 dreht sich diese Woche alles um den Volksglauben

Mit einem Fuß in der realen Welt und mit dem anderen im Jenseits, so reitet die Hexe durch die Vorstellungswelten. Altertümlich mag dieses Bild erscheinen, doch das Festival Psalm 2012 lenkt dieses Jahr mit dem Motto "Jenseits vom Zaun“ den Fokus auf den Volksglauben. Besondere Auseinandersetzungen im Spannungsfeld von Religion und Musik ist das Publikum des Psalm-Festivals längst gewohnt. Kuratiert vom styriarte-Intendanten Mathis Huber und von den Dramaturgen Thomas Höft und Karl Böhmer, erschließt das Programm interessante Querverbindungen. Der Frühlingsbeginn war in naturmagisch geprägten Kulturen mit vielen Ritualen bedacht. Und genau diesen ursprünglichen Mythen forscht das Festival diese Woche nach.

Von den äußersten Rändern des europäischen Kontinents, aus Kasachstan und aus Sizilien, kommen heuer Interpreten. Wenn Raushan Orazbaeva mit ihrer Tochter Tokzhan Karati das Kobyz spielt, ein kasachisches


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