Glosse 

Warum Armin Wolf nicht zum Villacher Fasching wechseln darf

Ego-Quote

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Neulich wurde eine Twitter-Studie präsentiert, "ZiB 2“-Moderator Armin Wolf saß auf dem Podium (siehe Seite 19). Er ist auf Twitter wichtig, kein Österreicher hat mehr Fans als er. Wolf sagte zum Publikum: "Ich grüße mein Volk.“ Neben ihm saß BZÖ-Politiker Stefan Petzner, der Lebensmensch des tödlich verunglückten Kärntner Landesfürsten. "Petzner hat auf Twitter die Faszination eines politischen Autounfalls“, sagte Wolf, "es ist schlimm, aber man muss hinschauen.“ Wolf fand es lustig.

Armin Wolf zählt zu den besten Journalisten, seine Interviews sind gnadenlos gut. Doch mit billigen Witzen um jeden Preis übt er immer öfter für den Villacher Fasching. Wenn ein Kasperl kritisch interviewt, fällt es schwer, das Interview ernst zu nehmen. Dann wird‘s unlustig. Und das will Wolf sicher nicht sein.


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