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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Die Herrschaft der Diebe

"Wir wissen immer noch sehr wenig darüber, was in dieser Zeit vor sich ging“, schreibt Matt Taibbi über den Herbst 2008, als die US-amerikanische Finanzindustrie im Begriff war zusammenzubrechen. Es sei in diesen Monaten zu "oligarchischen Hinterzimmerdeals im Stil eines Drittweltlands“ gekommen. Die Recherchen des US-Schriftstellers für den Rolling Stone legen nahe, eine Investmentbank sei ein riesiger, komplizierter Apparat, der den Reichtum unserer Gesellschaften in puren Profit für die Reichen verwandle.

Der Autor selbst ist kein Insider und schert sich auch nicht um eine ausgewogene Sprache. "In unseren Medien ist es nicht erlaubt, den Reichen in den Hintern zu treten“, schreibt er. Genau das macht er in seinem Buch. Er stutzt Details zusammen und landet bei seiner Hauptanklage: Zu viele Finanzbetrüger, die unsere Staaten geplündert und damit die Finanzkrise mitverursacht hätten, sind straffrei geblieben.

Stefan Hayden

Matt Taibbi: Kleptopia. Wie uns

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