Und wo sind hier die Frauen?

Medien | Netzwerkanalyse: Ingrid Brodnig | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Wie eine Twitter-Studie die Ungleichheit der Geschlechter plötzlich sichtbar machte

Mit der Aufregung hatten nicht einmal die Autoren gerechnet. Sie hatten 374 Profile analysiert, 145.356 Tweets ausgewertet und akribisch nachgezeichnet, mit wem heimische Twitter-User über Politik plauschen. "Immer mehr Politikprofis tauschen sich auf Twitter mit normalen Bürgern aus, dieses Phänomen wollten wir näher ansehen“, sagt Julian Ausserhofer von der Uni Wien, der gemeinsam mit Axel Maireder und Axel Kittenberger die bisher umfangreichste Studie zur heimischen Twittersphäre erstellte.

Ein Nebenaspekt der Untersuchung: Sie zeigte deutlich, wie groß die Geschlechterunterschiede auch online sind. Nur 68 der bedeutendsten politikinteressiertesten Twitter-User sind Frauen, 268 sind Männer. Diese dominieren das Netzwerk.

Unsichtbare Frauen? Noch bei der Studienpräsentation wurde dies zum Gesprächsthema, auf Twitter kochte die Debatte richtig hoch: Hunderte Tweets sprachen die Ungleichheit an


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