Ende einer Dienstreise

Feuilleton | Porträt: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Der Regisseur Stefan Bachmann verabschiedet sich mit Elfriede Jelineks "Winterreise“ aus Wien

Man kann sich Stefan Bachmann nicht als alten Mann vorstellen. Der ewige Jungregisseur ist jetzt zwar auch schon 45 und Familienvater, aber seine Inszenierungen - zumindest die guten - sind noch immer so verspielt und offen wie am Beginn seiner Laufbahn.

Bachmanns Karriere begann vor 20 Jahren, und sie führte ihn immer wieder nach Wien. Am Gründonnerstag hat im Akademietheater seine Inszenierung von Elfriede Jelineks "Winterreise“ Premiere. Es ist seine bis auf weiteres letzte Arbeit in Wien, nächstes Jahr wird er Intendant in Köln.

In den frühen 1990ern machte der damals wirklich noch junge Bachmann in Berlin mit einer freien Gruppe auf sich aufmerksam. Begabte junge Regisseure konnten damals schnell Karriere machen - nach der Wende war auch das deutsche Theater im Umbruch. Einer der ersten Intendanten, die den talentierten Bachmann engagierten, aber war Hans Gratzer, damals Direktor des


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige