"Ein weiteres Element im Rückgrat des Rock ’n’ Roll“

Feuilleton | Im Musikrausch: Florian Obkircher | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Die britische Space-Rock-Ikone Jason Pierce alias Spiritualized schließt auf seinem neuen Album Frieden mit dem Popsong

Er ist spät dran. 50 Minuten nach dem vereinbarten Interviewtermin taucht Jason Pierce schließlich auf. Unbekümmert setzt er sich und bestellt ein Glas Weißwein. "Tut mir echt leid, Mann. Ich habe im Studio gearbeitet und die Zeit total übersehen“, sagt er.

Sehr unaufgeregt, gerade so, als käme ihm diese Entschuldigung öfter über die Lippen. In seinem Fall passt das fast zu gut. Schließlich war Zeit im Fall von Pierces Musik schon immer ein vernachlässigbarer Faktor.

Es waren seine Platten, zu der die Generation der heutigen Mittdreißiger erstmals halluzinogene Drogen ausprobiert hat. Vermutlich war seine Musik in vielen Fällen sogar der Auslöser für solche Experimente.

Mit seiner ersten Band, Spacemen 3, schuf der 46-jährige Brite in den 1980ern minimalistische Psychedelikepen; sein Nachfolgeprojekt Spiritualized kreiert seit 20 Jahren schier schwerelose


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