Out of the Blue and into the Black

Feuilleton | Buchkritik: Klaus Nüchtern | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

In "Blaue Stunden“ erinnert sich Joan Didion an ihre verstorbene Tochter und denkt über die Hinfälligkeit des Lebens nach

In ihrem erschütternden Buch "Das Jahr magischen Denkens“ (dt. 2006) beschreibt Joan Didion die Zeit nach dem Tod ihres Mannes John Gregory Dunne, der Ende 2003 an den Folgen eines Herzinfarkts stirbt, fünf Tage nachdem die Tochter mit einem septischen Schock in die Intensivstation eingeliefert wurde. Wenige Monate später erleidet sie eine Gehirnblutung, muss sich einer Notoperation unterziehen und stirbt schließlich, kurz bevor "The Year of Magical Thinking“ in den USA erscheint.

"Blaue Stunden“ ist zum einen ein Epitaph für Quintana Roo, die Joan und John im Jahr 1966 adoptieren und nach dem mexikanischen Bundesstaat benennen. Es ist zum anderen eine Auseinandersetzung mit ihren Widerständen, die Endlichkeit sowohl des eigenen als auch des Lebens geliebter Menschen zur Kenntnis zu nehmen.

An Verlusterfahrungen ist Didions Leben wahrlich nicht arm: Ihre

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