Wien, wo es isst  

Spachtlerhit in Gürtelnähe: Alois-Drasche-Park

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Interessante Erkenntnis für den gewohnten Wien-Bewohner: Gürtelnähe muss keinesfalls heißen, dass Verslummung droht, die Lebensqualität untergrundig ist und sich die kulinarische Infrastruktur auf Schnitzel-Fast-Food und Diskontmärkte beschränkt. Beispiel dafür ist das Grätzel rund um den Alois-Drasche-Park, der in seiner Anlage - die Häuser grenzen direkt an die 1,6 Hektar große Parkfläche - einzigartig in Wien ist.

Beginnend im Westen, trifft man schon gleich auf den ersten Schatz, eine echte Fleischhauerei, mittlerweile so selten wie ein Steinpilz in kühlen Jahren. Die Fleischhauerei Szabo gibt’s seit 1980, das Rindfleisch stammt von Züchtern aus dem Waldviertel, die Hühner kommen aus der Steiermark. Das Beinfleisch macht einen hervorragenden Eindruck, ebenso die "jugoslawischen Würste“, frische Bratwürste in Endlosvariante, kreiert dereinst von einem Lehrlingskollegen Szabos und seitdem fixer Bestandteil des Sortiments. Dass Buchenrauch durchs Geschäft wabert, wenn

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