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Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Chaya Fuera: ein neuer Club mit guter Musik probiert’s in schwieriger Lage

Weggegangen sei er schon in der ganzen Welt, schreibt der Software-Unternehmer Stefan Ebner, nur in Wien nicht so wirklich, weil’s da an lässigen Orten fehle. Stefan Ebner fing also vorigen Herbst an, einen Club zu bauen, der seinen Ansprüchen gerecht würde. Gute Idee. Er platzierte ihn praktischerweise dort, wo auch seine Firma sitzt, in die Kandlgasse, ein Fleckerl, wo die Leute wirklich nur rausgehen, um ihren Hund äußerln zu führen. Schlechte Idee.

Man sieht das vor zwei Wochen eröffnete Chaya Fuera erst dann, wenn man unmittelbar davorsteht, durchschreitet ein Glasportal, kommt in ein riesiges, leeres Foyer mit Parkettboden, irritierenden Tapeten und roten Vorhängen - David Lynch! -, irrt ein bisschen herum, bis man Kassa und Garderobe entdeckt.

Hinter der Schallschleuse dann eine weniger befremdliche Situation: Der Club ist wirklich großartig. Eine Säulenhalle in dezenten Farben, eine große Bar,

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