Ausweitung der Verbotszone

Steiermark | Bericht: Donja Noormofidi | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Wegen einer Gruppe Suchtkranker wird die halbe Innenstadt zur Alkoholverbotszone

Franz vom Billa-Eck nennt sie die 70-Euro-Linie. Er meint jene Grenze, welche die Alkoholverbotszone von dem Bereich trennt, in dem öffentlich getrunken werden darf. Zufällig verläuft genau auf der Linie das Blindenleitsystem. "Wenn ich hier stehe, darf ich trinken“, sagt Franz und nimmt einen Schluck aus seiner Bierdose. Wenn er hinter der Linie trinkt, muss er mit einer Strafe von bis zu 2000 Euro rechnen, die meisten haben hier 70 Euro bezahlt.

Das Dreieck zwischen Rathaus, Billa-Markt und Sparkasse, am Rande des Grazer Hauptplatzes, hat es in letzter Zeit oft in die Schlagzeilen geschafft. Am Billa-Eck versammeln sich täglich Alkohol- und Drogenkranke mit ihren Hunden, trinken Billigbier oder handeln mit Tabletten. An schönen Tagen können es bis zu 40 Leute sein. Passanten sind genervt, die Händler wütend.

Nun greift Bürgermeister Siegfried Nagl hart durch. Gemeinsam mit den Freiheitlichen beschloss


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige