Phettbergs Predigtdienst

Wir alle wollen verwegen aussehen?

Kolumnen | aus FALTER 14/12 vom 04.04.2012

Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr

Ich leb in meinem Kloster zum Heiligen Gestionsprotokoll. Als Mittagessen geb ich mir Spinat, Kartoffeln mit Haut und Spiegelei. Das Schweinsnatur und die Krautroulade hab ich noch. Zum Zeichen, dass ich zu viel fress, schiss ich mir die Stufen herauf in die Jeans, schmiss die Jeans mit dem Handy sofort in die Waschmaschine, und jetzt bin ich nicht erreichbar, was wird wohl Helmut tun? Ich hoff, er weiß sich zu helfen.

Wolfgang Paterno hat mich fürs Profil interviewt und brachte den geilsten Typen, den ich je wahrnahm, als Fotografen mit: Oliver mit zerfetzten Blue Jeans. Warum wohl haben alle Kerle geile Blue Jeans griffbereit daheim auf Lager? Klar, ich bitte alle, in Blue Jeans bei mir zu erscheinen, aber trotzdem, alle lieben Blue Jeans, da muss was Geheimes in versauten Blue Jeans liegen. Wir alle wollen verwegen aussehen?

Kardinal Christoph Schönborn bewilligt Florian Stangl als Pfarrgemeinderat in der Pfarre Stützenhofen. Wer weiß, vielleicht baut sich so endlich eine OFFIZIELLE Homosexuellen-Kette ab Ostern 2012 auf. Uns hungert alle nach Sex, wie Lebensmittel eben. Dass endlich all unsere Nöte beraten werden können, alle, inklusive der sexuellen! Ja, ich sudere seit 12.11.2008, betrachtet mein Gejammer als "moderne“ Spinnin am Kreuz, lieber Erzbischof. Ist ein drittes Testament denkbar? Im Film "Der Papst ist kein Jeansboy“ sähen Sie "unsere Not“. Alle Welt steckt in Not. Fliehet nicht vor einer Not, der andern wegen, Duhsubys. Wir sind die Hände Jesu, denn Jesus haben wir zu Tode ans Kreuz genagelt!

Tony Judt hat das philosophische Buch "Das Chalet der Erinnerungen“ geschrieben, dieses wird Manuel mir ... also werden "wir“ im Oster-Quartal studieren. Ich bin ein Genie im Überhören und Nicht-Wahrnehmen. Manuel ist ein Gott in Geduld, Tony Judt erklären wir zu unserem Schiedsrichter.

Waren meine gestern vollgeschissenen Jeans die Pollution, die ich so lang schon nimmer bekomm? Auf jeden Fall geht es mir nun so wonnig, wie mein Leben lang noch nie! Wien ist ein Paradies für Sterbende. Alles liest meine Not mir von den Augen ab, und "alles“ hat Verständnis für mich, nur hab ich nach meiner Pubertät leider, leider weiterzuleben vergessen.

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