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Letztmals: Bachmanns verspielter Theater-Trip

Lexikon | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Shakespeares kaum gespieltes Stück "Perikles“ ist eine ziemliche Räuberpistole. Der Held wird von einem inzestuösen König verfolgt und erleidet auf der Flucht Schiffbruch; bei der Geburt seiner Tochter stirbt auf hoher See seine Frau (um bald wieder zum Leben erweckt zu werden); die Tochter wiederum wird 15 Jahre später von Piraten entführt und an ein Bordell verkauft. In seiner vorletzten Wiener Inszenierung nahm Regisseur Stefan Bachmann - er wird 2013 Intendant in Köln - den Stoff einerseits zum Anlass für einen verspielten Theater-Trip; andererseits las er das Stück als Parabel auf das Leben selbst. Unterm Strich ein Abend, der schöne Momente hat, aber keinen wirklichen Groove entwickelt. Letzte Vorstellung einer etwas zu netten Inszenierung. WK

Burgtheater-Kasino, Mi 19.00


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