Tipp Pop

Großstadtindianer aus dem Rap-Wunderland

Lexikon | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Der Berliner Rapper Marteria hat sich mit Marsimoto eine Zweitexistenz geschaffen, mit der er sich in einem surrealen Wunderland austobt. Eingehüllt in grüne Nebelschwaden, einen Joint in der Hand und eine Maske vorm Gesicht, rappt er mit verfremdeter Kinderstimme über Indianer, einen Basketball oder "den Sänger von Björk“. Darunter blubbert ein kleinteiliger Soundteppich, zu dem Paul Ripke die abgedrehten Videos liefert. Das Maskenversteckspiel und die Verherrlichung des Kiffens kennt man zwar auch von anderen Rap-Enfants-terribles wie Sido, aber Marsimoto bringt Konzept und Verspieltheit auf einen neuen gemeinsamen Nenner. Mit dem Album "Grüner Samt“ wird er zu Recht als das nächste große Ding im deutschen Rap gefeiert. KS

Flex, Sa 19.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige