Museum  Kritiken

Pophistorie II: von Wien nach New York

Lexikon | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Das Österreichische Theatermuseum widmet sich einem Kapitel der historischen Populärkultur, das ebenso mit Klischees behaftet ist wie das Wienerlied, der Operette. "Die Welt der Operette“ zeichnet die Pariser Anfänge und die goldene Ära in der Zwischenkriegszeit nach, als die kleine Oper von der Filmindustrie als Publikumsattraktion entdeckt und Komponisten wie Ralph Benatzky gefeiert wurden. Die Ausstellung klammert die antisemitischen Angriffe gegen die jüdischen Librettisten, Sänger und Komponisten nicht aus und illustriert mit Tonbeispielen und Bildmaterial den Exportschlager der heimischen Kulturindustrie. Auch auf den Bühnen und in den Kinos der USA hatte die Operette Erfolg. Leider erstickt das Thema in zu viel Material, mit dem außerdem etwas sorglos umgegangen wird. Viele Dokumente sind nur als Kopien zu sehen. MD

Österreichisches Theatermuseum, bis 24.9.


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