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Weingartners "Die Summe meiner einzelnen Teile“

Lexikon | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

In den Filmen von Hans Weingartner werden die Außenseiter stets zu Tatmenschen. Das endete in "Die fetten Jahre sind vorbei“ für die Jungrevolutionäre nach einer missglückten Entführung noch glimpflich, in "Free Rainer“ war das medienkritische Erwachen eines TV-Produzenten aber hauptsächlich peinlich. In "Die Summe meiner einzelnen Teile“ trifft es einen Mathematiker (Peter Schneider), der sich, aus der Psychiatrie entlassen, gemeinsam mit einem obdachlosen Buben einen Unterschlupf im Wald baut. Auch wenn die Zivilisationskritik in Form einer institutionellen Staatsmacht etwas holzschnittartig ausfällt, beweist Weingartner bei der Darstellung des Lebens in der Natur Auge und Instinkt für das, was es ist: schön einsam. MP

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