Nachrichten aus dem Inneren

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Wer Kästchen schafft, muss Kästchen füllen, und der Kästchenbefüllungszwang führt dazu, dass man - und dieser Satz ist der Nachweis seiner eigenen Wahrhaftigkeit - herumzulabern beginnt. Mitunter sind die Umstände aber auch so, dass man glasklar Tatsachenfeststellung betreiben kann: Stachanowa der Woche ist Nina Horaczek, das temporär tollste Besatzungsmitglied an Bord der MS Falter. Faktum! Warum? Weil Horaczek - gemeinsam mit der auch nicht untollen Karin Jirku und Christopher Wurmdobler, für den das Gleiche gilt (sintemal er mir gerade eine Avocado geschenkt hat) - nicht nur die Coverstory gewuppt hat, sondern auch noch ...

Aber eins nach dem anderen. Die Titelgeschichte hat nämlich unter anderem den Zweck, ein neues Subressort aus der Taufe zu heben: Ab sofort wird im Stadtleben jede Woche eine Geschichte über, von und für Eltern und Kinder zu lesen sein. Ein neues Kästchen gibt es auch, es nennt sich "Raupe“ und wird von Kindern zwischen sieben und 14 vollgemacht. Horaczek hingegen hat diesmal insgesamt sieben Seiten befüllt, auf denen nicht nur über 13 besonders leiwande Kindergärten berichtet wird, sondern auch über 14 europäische Länder, in denen die Krise grad den Sozialstaat ruiniert, weswegen Horaczek auch gleich noch Sozialminister Hundstorfer interviewt hat … Wir vom Feuilleton sind aber auch okay, weil der Wolfi, der Gerhard und ich (evang. AB) nicht einfach Leberkässemmeln essen gegangen sind und eine arme katholische Seele wie den Matthias auch am Karfreitag nicht haben hängen lassen. Das ist gelebte Ökumene!


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