Wer zahlt die Krise?

Politik | Übersicht: Nina Horaczek | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

In Europa regt sich der Protest gegen unsoziale Sparmaßnahmen. Ein Überblick über das große Sparen in der Europäischen Union in Zeiten der Krise

Förderungen kürzen, Unterstützungen streichen, Arbeitsgesetze aufweichen und Staatseigentum privatisieren. So lautet die europäische Antwort auf die Wirtschaftskrise - bisher mit wenig Erfolg.

Vier Jahre nach Ausbruch der Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Europa um neun Millionen auf 25 Millionen gestiegen. Die Kosten der Wirtschaftskrise tragen fast ausschließlich die ärmeren EU-Bürger und der Mittelstand. Eine Auswahl:

Spanien

:: Wer heute in Spanien überleben will, muss feilschen. Weil kaum einer noch Geld zur Verfügung hat, handeln die Menschen immer häufiger in Naturalien. Nirgendwo in Europa gibt es - zumindest offiziell - mehr Arbeitslose. 23,6 Prozent waren im März ohne Job, jeder zweite Jugendliche findet keinen Arbeitsplatz.

Dabei zählen die Spanier mit einer Akademikerquote von 30 Prozent zu den am besten ausgebildeten


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