"Wir retten nicht nur die Banken“


Interview: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Sozialminister Rudolf Hundstorfer über die europäische Krise und einen Rettungsschirm für den Sozialstaat

Überall in der EU steigt die Arbeitslosigkeit und damit auch die soziale Not. Der Falter sprach mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) über die Krise des Wohlfahrtsstaates.

Falter: Der Sozialstaat ist der große Verlierer der Krise. Warum?

Rudolf Hundstorfer: Es stimmt, dass der Sozialstaat derzeit massiv angegriffen wird. Gerade erst konnte man das in Deutschland bei der Auseinandersetzung um die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker gut sehen. Man muss sich das vorstellen: Da verlieren auf einen Schlag 11.000 Menschen ihren Job. Und was tut die Regierung? Sie weigert sich, für diese Menschen eine Auffanggesellschaft zu gründen. Da sieht man, dass in Krisenzeiten das Sozialnetz besonders schnell löchrig wird.

Am 23. April treffen sich die EU-Sozialminister. Ist das nicht eine äußerst depressive Veranstaltung?

Hundstorfer: Mittlerweile ist das nicht mehr nur eine Trauerveranstaltung.

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