Der Superintegrator

Politik | Bilanz: Ruth Eisenreich | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Seit einem Jahr gibt es in Österreich ein Integrationsstaatssekretariat. Was hat es bewirkt?

Beiger Linoleumboden, weiße Wände, Neonlampen: Sebastian Kurz’ Büro strahlt wenig von dem Prunk aus, den man sonst aus Ministerbüros kennt. Man habe Kurz durchaus einen Raum im "imperialen“ Teil des Ministeriums angeboten, sagt sein Pressesprecher, aber er habe sich bewusst für die "Beamtenburg“ entschieden: denn hier, hoch oben über dem Minoritenplatz, arbeite auch die Integrationsabteilung des Innenministeriums.

Bodennah, unprätentiös, einer, dem effiziente Arbeit wichtiger ist als Repräsentation: So versucht sich der Integrationsstaatssekretär zu präsentieren und damit seinem alten Schnöselimage zu entkommen.

Genau ein Jahr ist Sebastian Kurz, 25, nun Teil der Regierung, seit April 2011 gibt es das Integrationsstaatssekretariat. Österreich war reichlich spät dran: In Deutschland gibt es einen vergleichbaren Posten seit 2005, in Dänemark schon seit 2001. NGOs und Migrantenorganisationen


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