Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

TV-Kolumne

Der vergangene TV-Karfreitag ließ Zweifel aufkommen, welche religiöse Mission die Programmgestalter verfolgen. ORF 2 brachte am Hauptabend etwa "Henri 4“, ein Drama über den Aufstand der französischen Protestanten gegen den katholischen König. Der aufmüpfige Hugenotte Henri nimmt den katholischen Glauben an, um die Freiheit zu erlangen. Man könnte diese Filmwahl als Kritik am humorlosen Jesus interpretieren, der sich lieber kreuzigen ließ, als zu schwindeln.

Oder "Die Mumie - Das Grabmal des Drachenkaisers“ auf RTL, wo 2000 Jahre alte Terrakottafiguren lebendig werden. Wird hier an der Einmaligkeit der christlichen Auferstehung gezweifelt? "Dr. House“ versuchte, einen Scharlatan als Wunderheiler darzustellen, ATV machte in "Herr der Ringe“ Werbung für den Aberglauben. Zuflucht fand der Rechtgläubige bei Arte. Hier lief "Karol - Ein Mann, der Papst wurde“. Sie wissen nicht, was sie tun!


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