Wo die wilden Kerle wohnten

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Das Belvedere räumte auch seinen zweiten Skulpturengarten leer. Nun kann die Mäzenin Francesca Habsburg in den Augarten ziehen

Wenn im Augarten der Bärlauch erblüht, verwelkt die Kunst. Am 3. April rückten Lkw an, um den Skulpturengarten des Ausstellungszentrums Augarten Contemporary zu räumen. Mächtige Kräne waren nötig, um die Werke von Rudolf Hoflehner und Josef Pillhofer in die Höhe zu hieven.

Die Arbeiter schlingen Seile um den Arm des "Sitzenden“ oder die "Figur in Aktion“, drücken einen Knopf auf ihrer Fernbedienung - und schon löst sich das Objekt vom Sockel. "Hilfe!“ rufen die Ameisen und stieben auseinander. "Ist die Kunst nicht für die Ewigkeit bestimmt?“

Die große Skulpturenwanderung begann, weil das Museum Belvedere das schöne Gelände, das ihm die Republik anvertraut hatte, an eine private Kunstfreundin vermietet. Die Sammlerin Francesca Habsburg wird hier einziehen.

"Die kommen ins Depot“, sagt der Skulpturenverräumer, der die Fragen des zufälligen


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