Der Soundtrack zur Überforderung

Feuilleton | Studiobericht: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Die deutsche Elektronikinstitution Mouse on Mars präsentiert ihr neues Album "Parastrophics“ live in Wien

Routine ist in der Kunst ein zweischneidiges Schwert. Mit den Jahren als Musiker wachsen wohl die Fertigkeiten an, dafür verläuft die Kreativität oft zunehmend in eingefahrenen Bahnen und die Spontanität leidet.

"Man wird virtuoser und kämpft gleichzeitig dagegen an“, bringt es Jan St. Werner auf den Punkt. "Manche Fertigkeit lässt man sich durchgehen, weil man dadurch zu brauchbaren Ergebnissen kommt. Andererseits will man sich neuen Aufgaben aussetzen und sich selbst überraschen.“

Werner bildet mit Andi Toma seit zwei Dekaden das Duo Mouse on Mars, das längst zu einer Marke in der elektronischen Musik wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Produzenten, die bald ihre Schiene gefunden haben, ließen sich die beiden in Berlin lebenden Rheinländer jedoch nie festlegen: Von Krautrock über Techno und Ambient bis zu Dub und Hip-Hop finden sich in ihren flirrenden Tracks Spuren


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