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Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

In "Tod auf der Donau“ lässt der Slowake Michal Hvorecky Touristen aus den USA durch ein fiktives Europa schippern

Ab und zu“, schreibt Umberto Eco in "Der Name der Rose“, "scheint es mir so, dass auf der Donau die Schiffe voller Wahnsinniger ins Unbekannte fahren.“ Michal Hvorecky hat dieses Zitat seinem neuen Roman "Tod auf der Donau“ als ein Motto vorangestellt. Nach dessen Lektüre kann man sagen, dass es auch als kürzestmögliche Inhaltsangabe durchgeht.

Die Wahnsinnigen, das sind 120 US-Touristen in reiferen Jahren sowie eine 40-köpfige Besatzung, die aus Männern und Frauen aus Mittel- und Osteuropa zusammengewürfelt wurde. Merke: Der Kreuzfahrtanbieter American Danube Cruises hat zwar seinen Sitz samt aufgeblähtem Verwaltungsapparat in Chicago, die Arbeiter, Köche, Putzfrauen und Tourmanager aber stammen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder der Slowakei.

Die Passagiere, von denen kaum welche unter 100 Kilo auf die Waage bringen, benehmen sich wie präpotente Riesenbabys


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