"Man wurde zum Roboter ausgebildet und zum Sklaven von Ratings gemacht“

Feuilleton | Interview: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

:: Wie der Protagonist seines jüngsten Romans hat auch Michal Hvorecky (Jg. 1976) schon einmal auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet. Im Interview erklärt er die Hintergründe des Buches. In Wien liest der Slowake gleich zweimal daraus vor: am 25.4., 20 Uhr im Slowakischen Institut und am 26.4., 19 Uhr bei Tiempo Nuevo.

Falter: Sie waren als Tourmanager auf der Donau unterwegs. Wie kamen Sie zu dem Job, und was waren Ihre Erfahrungen?

Michal Hvorecky: Ich brauchte Geld, um weiter als freier Künstler arbeiten zu können. In der Slowakei gibt es kein einziges Literaturhaus, und Lesungen sind nicht bezahlt. Ein Freund von mir hat mir die Arbeit empfohlen und mich auf das Donauschiff mitgenommen. Es war sehr harte Arbeit, aber auch eine enorm wichtige Lebenserfahrung und Inspiration.

Welche Menschen arbeiten denn auf solchen Schiffen?

Hvorcky: Es ist wirklich eine globale Mischung. Viele Kolleginnen und Kollegen waren sehr gut ausgebildete junge Menschen aus dem östlichen Europa, die in ihren


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